Ireland Walks: Glendalough

Strecke

  • ~13 km
  • ~300 Höhenmeter
  • leichte Wanderwege und -pfade, teilweise Boardwalk

Erreichbarkeit

  • St Kevin’s Bus fährt täglich von Dublins Dawson Street direkt nach Glendalough
  • in Dublin findet man Flyer von diversen Daytours-Veranstaltern, die auch in Glendalough halten
  • mit dem Auto, kostenlose Parkplätze am Visitor Centre

Ausrüstung

  • zum Wetter passende Kleidung

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Glendalough ist wohl Irlands bekannteste Klostersiedlung und liegt zudem landschaftlich reizvoll mitten in den Wicklow Mountains, eine Autostunde südlich von Dublin.

Wir starten am Visitor Centre mit unserer Tour und folgen dem Weg durch den alten Klosterfriedhof zum 33 Meter hohen Rundturm, welcher während der Wikingerinvasionen anno 1066 errichtet wurde, um darin religiösen Reliquien, Bücher und Kelche zu schützen.

Daneben finden wir ein noch älteres Keltenkreuz, das St. Kevin’s Cross. Obwohl es ein typisches Hochkreuz ist, fehlen darauf die Ornamente und die bildliche Darstellung biblischer Geschichten.

Genug Tomb Raider, auf geht’s!

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Vor dem Lower Lake verwandelt sich der Weg zu einem Board Walk und führt durch den malerischen Moorwald.

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Hier müssen wir mehrfach die richtige Abbiegung nehmen.

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Danach erreichen wir das kleine Cottage „The Caher“ und vor uns offenbart sich der Upper Lake.

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Unser Weg führt uns am nördlichen Ufer des Upper Lakes hoch zu den Glendalough Mines von denen wir den Ausblick runter ins Glendalough Valley genießen.

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Über „The Spinc“ führt unser Weg nun zurück zum Cottage und von dort direkt durch den Derrybawn Forrest zum Glendalough Village, wo uns St Kevin’s Kittchen begrüßt, eigentlich St Kevin’s Church, aber hey, da haben die Iren recht, das Ding sieht mit seinem Kamin blimey nochmal wie eine Küche aus.

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Im Village befindet sich im Glendalough Hotel ein netter Pub, der einem ein leckeres, lokales Ciderchen serviert. Well done, what a day!

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London Walks: Isle of Dogs to Blackheath

Strecke

  • ~8 km
  • zu jeder Jahres- und Tageszeit schön
  • auch bei Dunkelheit nett, der Greenwich Park schließt jedoch mit Einbruch der Dunkelheit und muss umlaufen werden
  • fast ausschließlich befestigte Gehwege ohne Straßenverkehr
  • leichter Anstieg vor dem Royal Greenwich Observatory
  • einige Hundert Treppenstufen am Greenwich Foot Tunnel, das Royal Borough of Greenwich informiert, wann die Lifte öffnen

Erreichbarkeit

  • Die Docklands Light Railway (DLR) fährt tagsüber den nördlichen Startpunkt, die DLR Station West India Quay, von Bank, Stratford und Lewisham im Minutentakt an. Busfahrer steigen am Besten an der Haltestelle Westferry aus, diese wird von den London Bus Routes 135, 277, D3, D7 und N550 bedient
  • Parallel zur Strecke verkehren neben zahlreichen Buslinien die Züge der DLR Richtung Lewisham, mit der jederzeit abgekürzt oder abgebrochen werden kann
  • Der Walk endet an der Blackheath Station, von der ständig Züge zu den Londoner Bahnhöfen Victoria, Charing Cross, London Bridge und Canon Street zurückfahren. Alternativ bringen die Bus Routes 89, 108, 202 und N89 zurück Richtung Innenstadt.

Ausrüstung

On your mark! Get set! Go!

Die DLR bringt uns zur East India Station. Diese trägt den Namen der East India Docks, an denen vor über 200 Jahren die Schiffe der britischen Ostindien-Kompanie anlegten.

Am Ausgang der Station steht man jedoch zu aller Verunsicherung vor den West India Docks, also jenen, von denen Schiff zu den West Indies, also in die Karibik ablegten.

Wir sind mitten in den Docklands, die sich seit den 1980er Jahren, nachdem Schiffe immer größer wurden (und einen Tiefseehafen benötigten), in ein bedeutendes Finanzzentrum verwandelten, neben der City of London versteht sich.

Isle of Dogs (1)

Zudem sind wir auf der Isle of Dogs, der Hundeinsel, von der niemand so genau weiß, wieso sie so heißt. Vielleicht hatte King Henry VIII. damals seine Hundezwinger hier. Vielleicht aber auch beruht der Name auf einen Rechtschreibfehler und mal wollte sie einfach „Isle of Docks“ nennen, whatever.

Auf unserem Walk werden wir quer durch die Docklands und quer über die komplette Isle of Dogs spazieren.

Am Carbot Square spüren wir etwas Manhatten-Feeling, so zwischen den Hochhäusern. Wir stehen direkt vorm One Canada Square, nach dem Shard das zweithöchste Gebäude Londons und Britanniens. Hier begegnet man Bankern, die zur Mittagspause oder zum Feierabend eilig rüber ins Pub sprinten um ein, zwei Pints zu kippen und etwas zu essen.
In diesen Pubs übrigens sind alle gleich, der Konzernchef und die Putzfrau trinken zusammen ihr Feierabendlager und genießen den Blick raus auf die Wharf.

Cabot Square

Canary Wharf

Über den Pubs tickern die Aktienkurse der London Stock Exchange an einer Hauswand vorbei, während wir fasziniert in die riesige Halle der futuristischen Canary Wharf Tube Station linsen.
Ja richtig, hier legten früher die Schiffe zu den Kanarischen Inseln an.

Canary Wharf Tube Station

Canary Wharf Underground Station, Isle of Dogs

Heron Quay

Durch den Eingang des J.P.Morgan-Towers, der 25 Bank Street, verlassen wir über die South Quay Foot Bridge die Hochhäuser und damit den Finanzdistrikt.

Vom südlichen Ende der Brücke und entlang des South Docks bietet sich ein wunderschöner Blick auf den O2 auf der anderen Themseseite. Damals als Millenium Dome zur Jahrtausendwende eröffnet bietet er heute eine riesige Veranstaltungshalle, Kinos, Geschäfte, Cafés und Restaurants.

Heron Quay-

Vor der DLR South Quay Station biegen wir rechts ab und laufen den Millwall Dock entlang Richtung Süden zur Glengall Bridge.

South Quay (2)

South Quay

South Quay (1)

Isle of Dogs

South Quays

Am Millwall Outer Dock vorbei erreichen wir Mudchute. Diese nette Wohngegend erhielt ihren Namen tatsächlich vom Schlick und Schlamm der Themse, der aus Fluss- und Hafenbecken genau hier hin gebaggert wurde. Heute sieht man nichts mehr davon. Wem nach etwas Countrylife ist, der biegt zur Mudchute Farm ab und sieht dort grasenden Schafen und Rindern vor der Silhouette der Canary Wharf zu.

Canary Wharf seen from Mudchute

Wir sind unterdessen durch den Millwall Park in den Island Gardens angekommen und damit am Themseufer und dem südlichsten Punkt der Isle of Dogs. Auf der anderen Themseseite sehen wir unter anderem die Mastspitzen der Cutty Sark, das Greenwich Naval College und die 1902 erbaute Greenwich Power Station, heute das Backup-Kraftwerk für die Tube. Oben auf dem Hügel erkennen wir mit dem Royal Greenwich Observatory eine weitere Station auf unserem Walk.

Greenwich Power Station

Maritime Greenwich

Maritime Greenwich (1)

Rechts neben der Cutty Sark sehen wir den Ausgang des Greenwich Foot Tunnels. Neben uns in den Island Gardens befindet sich der ähnlich aussehende Eingang. Das Royal Borough of Greenwich baut zur Zeit neue Lifts ein, die 24/7 betrieben werden können. Bis vor kurzem arbeiteten hier Lift Attendants von 7-19 Uhr, in der restlichen Zeit war der Zugang nur per Treppe möglich.

Unten im Tunnel, 15 Meter unter der Themse, ist es selbst im Sommer angenehm kühl.

Greenwich Foot Tunnel

Auf der anderen Seite erwartet uns der 1869 erbaute Tee- und Wollklipper Cutty Sark, bzw. dessen Nachbau, denn 2007 ist das Original abgebrannt.

Cutty Sark

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Discover Greenwich

Am Discover Greenwich Visitor Centre vorbei wartet eines der bedeutendsten Barockbauwerken Englands auf, das Old Royal Naval College, seit einigen Jahren UNESCO-Weltkulturerbe. Heute hat sich hier u.a. die University of Greenwich einquartiert.

Wer dienstags bis freitags zwischen 10 und halb 6 unterwegs ist, dem sei der Greenwich Market empfohlen. Hier gibt es leckeres Essen zu fairen Preisen und jede Menge Marktflair.

Greenwich Market

Quer durch den Greenwich Park erreichen wir das auf einem Hügel gelegene Royal Greenwich Observatory und damit eine der bekanntesten Orte der Welt, wenn ihn auch viele nicht mit dem Observatorium in Verbindung bringen, obwohl: Hier kommt die Zeit her!
Die Greenwich Mean Time (GMT) bzw. die koordinierte Weltzeit UTC bezieht sich auf die Ortszeit des Observatoriums, genaugenommen auf den Mittelpunkt des Teleskops in dessen.
Dieser Mittelpunkt dient als Bezug für die Festlegung des Nullmeridians und somit der Längengrade. Im Innenhof finden wir einen Messingstreifen, der den Nullmeridian markiert. Hier können wir mit einem Fuß auf der Westhalbkugel und mit dem anderen Fuß auf der Osthalbkugel der Erde stehen. Zusätzlich markiert ein Laser einige Meter über uns den Nullmeridian und dessen Verlauf Richtung Themse.

Im Park treffen wir natürlich auch auf die Einwohner eines jeden der vielen Londoner Parks: dem Squirrel.

Leider hat auf Britannien das amerikanische Grey Squirrel die kleineren und scheuen, heimischen, europäischen Red Squirrels in wenige verbleibende Refuges wie dem Lake District verdrängt.

Süß sind sie trotzdem und über Futter freuen sie sich so sehr, dass man beim kleinsten Verdacht auf mehr Futter von einem Dutzend umringt, gar bedroht wird. Ich trage ständig eine Packung Haselnüsse bei mir um mich freikaufen zu können.

Greenwich Park (1)

Ranger's House, Greenwich Park

Das 300 Jahre alte Ranger’s House des Greenwich Parks wird heute vom English Heritage verwaltet, beherbergt die Wernher Collection und kann besucht werden. Um das Haus befindet sich ein kleiner Rosengarten, der zum Verweilen einlädt, genau wie das Teehaus um die Ecke mitten im Park.

Ranger's House, Greenwich Park (1)

Ranger's House, Greenwich Park (2)

Blackheath

Aus dem Park raus peilen wir grob die All Saints‘ Church an. Hier auf den leeren Wiesen zwischen Greenwich Park und Blackheath finden regelmäßig Fun Fairs statt, sowie London größtes, kostenloses Bonfire-Feuerwerk.

All Saints, Blackheath

An All Saints‘ vorbei folgen wir der Straße zur Blackheath Station, von der wir mit dem Zug wieder zurück in die Innenstadt fahren.
Jetzt ein Pub finden (das ist einfach) und ein Fuller’s London Pride trinken (das ist lecker). Pint of, selbstverständlich. Cheers!

Und wenn ein Brite fragt, wo wir heute waren, achten wir am Besten auf die Aussprache der Stadtteile, damit sich nicht dessen Magen umdreht: Grennitsch, nicht Krien-Witsch, Madd-Schudt, nicht Mädschatt und Luuschm, nicht Luis-Häm.

England Walks – Kinder Scout Walk

Strecke

  • ~10 km vom Parkplatz aus, Bus- bzw. Zugfahrer zusätzlich ~3 km von Hayfield zum Parkplatz und zurück
  • ~400 Höhenmeter hoch und wieder runter
  • teilweise unbefestigter Pfad, teilweise durch Schaf- und Rinderweiden, teilweise Straße, teilweise sehr steiniger Wanderweg

Erreichbarkeit

  • Northern Rail bis New Mills, Glossop, Buxton, Stockport oder Macclesfield (alle erreichbar von Manchester Piccadilly)
  • High Peak Buses Linie 61, 64 oder 69 bis Hayfield Bus Station

Ausrüstung

Hayfield ist ein nettes, kleines Örtchen im äußersten Nordwesten von Derbyshire, mitten in den High Peaks des Peak District National Parks.

Autofahrer biegen in Hayfield am Besten auf die Kinder Road ab und fahren weiter Richtung Kinder Reservoir. Nach dem Ortsende kommt links ein kostenpflichtiger Parkplatz. Alternativ kann man auch auf der Straße parken.

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Es geht los. Der erste Teil der Strecke verläuft im engen Tal neben dem rauschenden River Sett entlang vorbei an malerischen Schafweiden und einigen Cottages.

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Nach einem kleinen Anstieg erreichen wir die Tunstead Clough Farm, die wir auf einem Bypass fast umrunden. Sie steht aktuell zum Verkauf, wer sich also in diese Gegend verliebt, der hätte hier eine Chance zu bleiben 😉

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An der Farm vorbei gehts über die erste Weide des Kinder Estate. Vorbei an Hunderten von Schafen führt der Pfad jetzt ordentlich uphill, immer weiter von Weide zu Weide. Einige wenige Schafe schauen interessiert hinterher, die meisten jedoch gehen ein paar yards auf die Seite. Man ist hier Gast, geduldet, aber naja, please go straight on, leave us graze.

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Wir befinden uns mitten im Hayfield Country Park und, wenn wir uns umdrehen, sehen wir, wie wir uns immer weiter vom Valley mit dem rauschenden Bach entfernen. Keine Angst, der Weg ist hier zwar steil, aber schlimmer wird es kaum noch. Die Peaks gehören mit zu den englischen „Buckelbergen“. Das Wort habe ich mir ausgedacht. Die Täler sind steil, die Berge machen oben einen Katzenbuckel. Umso höher, desto einfacher ist der Aufstieg.

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Nach einer Weide voller Rinder, die wir lieber schlafen lassen (die beängstigenden Hörner der dort schlafenden Rasse ähneln den des Highland Cattle), erreichen wir das Kinderlow End und tauschen Weidetiere gegen Freilandtiere.

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Meist bleibt es dann aber doch bei Schafen.

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Der Pfad steigt stetig aber weniger steil an und wir genießen einen schönen Blick auf den Country Park und das Kinder Reservoir.

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Irgendwo hier sollte man  lt. OS Map besser rechts abbiegen. Ich habe die Weggabelung nicht gefunden und bin einfach weiter geradeaus. Der Pfad wurde immer enger und enger und auf einmal stand ich vor einer kleinen Bergspalte, musste also runter- und auf der anderen Seite wieder hochklettern. Nicht sonderlich fies, aber wer Klettern vermeiden möchte, sollte vielleicht doch die Weggabelung suchen.

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Man kommt also entweder über den Weg hier links an oder, wie ich, durch die Spalte rechts unten.
Egal wie, wir sind nun auf dem Kinder Scout Plateau und folgen dem Pennine Way Richtung Süden. Hartgesottene können auch Richtung Norden abbiegen und die gut 400 Kilometer durch die Dark Peaks, Yorkshire Dales und dem Northumberland National Park nach Schottland nehmen. Aye, brav‘.

Von Cairn zu Cairn, von Steinhaufen zu Steinhaufen, erreichen wir nach einem kurzen Stück den höchsten Punkt des Peak Districts, dem Kinder Scout.

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Vorsicht, wir befinden uns mitten im Hochmoor und die brauen Hügel sind Mooraugen, in die man besser nicht treten sollte. Bei Nebel also lieber von Cairn zu Cairn hangeln.

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Von hier oben hat man bei gutem Wetter Sicht auf Manchester, Liverpool, Cheshire und die Irische See. Angeblich kann man an einem sehr kalten, klaren, sonnigen Wintertag sogar die Berge Snowdonias in North Wales sehen.

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Unser Abstieg folgt dem Pennine Way in südlicher Richtung mit stunning Views in das Edale, auf die südlichen Black Peaks und, in der Ferne,  die nördlichen White Peaks.

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Über den Gipfel des Kinder Low steigen wir den Swine’s Back hinunter (netter Name, liebe Brits) und erreichen das Edale Cross an einer Wegkreuzung. Nach links würde es über die Jacob’s Ladder ins Edale hinunter gehen, was eine Alternative für Bahnfahrer wäre, denn das beschauliche Tal hat in Upper Booth einen kleinen Bahnhof an der Strecke Manchester – Sheffield.

Wir aber biegen rechts ab und steigen den steinigen Oaken Clough hinab. An Schafen und Rinder vorbei, this is England, Ladies and Gentlemen.

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Am ersten Cottage vorbei folgen wir der schmalen, steilen Straße hinab zum Coldwelwell Clough und einem weiteren Barn „The Ashes“ in Richtung Tunstead House.

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Der Weg wird wieder angenehmer. Es riecht nach Apfelkuchen. Irgendjemand backt.

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Auf dem Weg genießen wir den einen Blick auf die Tunsted Clough Farm. Vielleicht doch noch kaufen?
Wir folgen dem Weg weiter und treffen an einer Gabelung wieder auf den rauschenden River Sett, unserem Hinweg.

Well done. „Pint of Bitter, please.“ Und zwar ein kleines Stücken weiter nördlich, im award winning Lantern Pike Inn in Little Hayfield (hint, hint). 🙂

England Walks: The Seven Sisters Walk

Strecke

  • ~25 km, Teilstrecken möglich
  • einige Höhenmeter, da viele Klippen
  • größtenteils befestigter und unbefestigter Pfad, wenig Straße

Erreichbarkeit

Ausrüstung

Die Strecke führt durch die südenglische Grafschaft East Sussex vom Seebad Eastbourne über Englands höchste Kreideklippen, dem Beachy Head, zum alten Fischerdorf Birling Gap, das stark von Erosion bedroht ist, über sieben an einer Kette aufeinander folgende Kreidefelsen, den Seven Sisters, und dem Naturhafen Cuckmere Haven zum Seebad Seaford. Von dort gibt es gute Verbindungen zum bekannten Seebad Brighton.

Die Tour eignet sich auch für London-Touristen. Von diversen Londoner Bahnhöfen gibt es stündliche Zugverbindungen in die Seebäder, die Fahrtzeit beträgt um die ein bis zwei Stunden.

Let’s go. In Eastbourne Station angekommen bewundert man am Besten den Clock Tower auf dem Bahnhofsgebäude bevor man die Terminus Road, die High Street Eastbournes, entlang Richtung Pier schlendert.

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Die 300 Meter lange Pier wurde 1870 eröffnet und lädt seitdem zum Verweilen ein. Ein Tässchen Tee oder Kaffee ist der perfekte Energizer für den anschließenden Weg hoch zu Beachy Head.

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Aber erst geht es die Grand Parade entlang. Im Wish Tower, errichtet im 19. Jahrhundert um das Empire gegen die Franzosen abzusichern, gibt es neuerdings die nächste Möglichkeit, einen Tee oder Kaffee in historischer Atmosphäre zu genießen.

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Weiter gehts, am Pinnacle Point vorbei immer auf dem South Downs Way zum Beachy Head hinauf. Rumdrehen nicht vergessen, die Sicht auf Eastbourne ist klasse. Man sieht in der Ferne Hastings mit seinem East Hill und bei gutem Wetter sogar die Landzunge von Dungeness.

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Der South Downs Way windet sich weiter zum Beachy Head hinauf, dem höchsten Kreidefelsen Großbritanniens. Die Franzosen nannten die 162 Meter hohe Klippe damals Beauchef, das „schöne Kap“.
Oben gibt es ein gemütliches Pub, man kann draußen sitzen, das Essen ist lecker und der Cider kalt.

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Weiter gehts zum Belle Tout Lighthouse, das vor einigen Jahren verschoben werden musste, sonst wäre es wegen starker Erosion im Kanal baden gegangen. Weiter hinten erscheinen immer wieder die Seven Sisters und Seaford Head am Horizont und zeigen, was heute noch zu tun ist.

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Entlang der Strecke verkehrt neben den Sightseeingbussen auch die Brighton&Hove Linie 12 von Eastbourne nach Brighton, mit der man jederzeit abkürzen könnte. Natürlich aber auch einiges verpassen würde, wie z.B. das Birling Gap. Der National Trust unterhält hier ein Besucherzentrum und Café mit lokaler Küche. Das Birling Gap ist eine der am schnellst erodierenden Küstenabschnitte, schon in wenigen Jahrzehnten wird das Fischerdorf Geschichte sein.

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Weiter gehts, über die restlichen Sisters zum Cuckmere Haven, einem alten Naturhafen und heutigem Country Park.

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Hier gibt es die Möglichkeit, direkt vor den Sisters am Kanal zu sitzen und salzige Meerluft zu atmen.

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Flusseinwärts geht es im Cuckmere Valley vorbei an Schafen, Rindern und Ziegen weiter zum Besucherzentrum des Country Parks (und für Abkürzer: einer weiteren Bushaltestelle der Linie 12).

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Auf der anderen Seite der Cuckmere-Mündung geht es direkt an der Küstenlinie weiter,südlich am Seaford Head vorbei zu Seafords Esplanade. 25km gelaufen, alle Achtung, jetzt ein Käffchen.

Wem es bis jetzt noch nicht aufregend genug war oder eh noch nach London zurück muss, der fährt mit dem Bus oder mit dem Zug weiter nach Brighton um auf dessen Pier nach einer Achterbahn- oder Karussellfahrt (oder dem Brighton Wheel), leckeren Fish & Chippies und dem Erleichtern von Kleingeld in den Spielhallen den Tag in einem gemütlichen Restaurant oder Pub in Brightons Altstadt „The Lanes“ oder im Park vor Brightons Royal Pavilion ausklingen zu lassen. Von Brighton Station aus geht es mit dem Bus nach Eastbourne oder mit dem Zug nach London zurück.

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Glorreicher Tag. Well done. Pint of Bitter, please!