Der Caledonian Sleeper

Jeden Abend (na gut: fast jeden, denn samstags nicht) verlassen zwei Schlafwagenzüge Londons Euston Station mit dem Ziel Caledonia (das in letzter Zeit nach dem Abzug der Römer eher Scotland genannt wird).

Die Züge sammeln in England an der West Coast Main Line entlang noch ein paar Mitreisende ein. Nach einem Gin & Tonic, mitten in der Tiefschlafphase, überqueren sie die schottische Grenze und werden dann in mehrere einzelne Kurswagen getrennt: Der eine Teil des Lowland Sleepers verkehrt nach Glasgow, der andere in die Hauptstadt Edinburgh. Der andere Zug, der Highland Sleeper, wird gar in drei Teile getrennt und verkehrt nach Aberdeen, Inverness und nach Fort William. Gerade das letztere Ziel ist sehr bekannt, liegt es doch mitten im Scottish Highland am Fuße Britanniens höchstem Berg, dem Ben Nevis, idyllisch am Loch Linnhe. Ich war da mal ein paar Tage und fand die Gegend wunderschön.
Die Strecke verläuft am Großraum Glasgow vorbei, entlang dem malerischen Loch Lomond, einspurig, ohne parallele Straße oder anderer Infrastruktur mitten durch die Berge und hält an so kleinen (für mich nach Whisky klingenden) Bahnhöfen wie u.a. Crianlarich, Upper Tyndrum, Rannoch und Tulloch.

Ich werde im November diese Strecke abfahren und berichten.