Lea Valley, East London

Ich bin ja noch Photos schuldig. Ganz vergessen. Ich war im neuen, ersten Teil des Queen Elizabeth Olympic Parks, im Lea Valley, mitten im Osten Londons. Es gibt nichts Besonderes darüber zu berichten. Der bereits geöffnete Teil ist größer als ich dachte und es ist nett dort. Ich war an einem schönen Spätsommerabend an der Timber Lodge und hatte einen Pimm’s Royal, das ist Pimm’s mit Sekt, Zitrusfrüchten und Gurke. Der Drink war tasty und das Lea Valley zeigte sich von der schönsten Seite.

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England Walks: The Seven Sisters Walk

Strecke

  • ~25 km, Teilstrecken möglich
  • einige Höhenmeter, da viele Klippen
  • größtenteils befestigter und unbefestigter Pfad, wenig Straße

Erreichbarkeit

Ausrüstung

Die Strecke führt durch die südenglische Grafschaft East Sussex vom Seebad Eastbourne über Englands höchste Kreideklippen, dem Beachy Head, zum alten Fischerdorf Birling Gap, das stark von Erosion bedroht ist, über sieben an einer Kette aufeinander folgende Kreidefelsen, den Seven Sisters, und dem Naturhafen Cuckmere Haven zum Seebad Seaford. Von dort gibt es gute Verbindungen zum bekannten Seebad Brighton.

Die Tour eignet sich auch für London-Touristen. Von diversen Londoner Bahnhöfen gibt es stündliche Zugverbindungen in die Seebäder, die Fahrtzeit beträgt um die ein bis zwei Stunden.

Let’s go. In Eastbourne Station angekommen bewundert man am Besten den Clock Tower auf dem Bahnhofsgebäude bevor man die Terminus Road, die High Street Eastbournes, entlang Richtung Pier schlendert.

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Die 300 Meter lange Pier wurde 1870 eröffnet und lädt seitdem zum Verweilen ein. Ein Tässchen Tee oder Kaffee ist der perfekte Energizer für den anschließenden Weg hoch zu Beachy Head.

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Aber erst geht es die Grand Parade entlang. Im Wish Tower, errichtet im 19. Jahrhundert um das Empire gegen die Franzosen abzusichern, gibt es neuerdings die nächste Möglichkeit, einen Tee oder Kaffee in historischer Atmosphäre zu genießen.

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Weiter gehts, am Pinnacle Point vorbei immer auf dem South Downs Way zum Beachy Head hinauf. Rumdrehen nicht vergessen, die Sicht auf Eastbourne ist klasse. Man sieht in der Ferne Hastings mit seinem East Hill und bei gutem Wetter sogar die Landzunge von Dungeness.

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Der South Downs Way windet sich weiter zum Beachy Head hinauf, dem höchsten Kreidefelsen Großbritanniens. Die Franzosen nannten die 162 Meter hohe Klippe damals Beauchef, das „schöne Kap“.
Oben gibt es ein gemütliches Pub, man kann draußen sitzen, das Essen ist lecker und der Cider kalt.

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Weiter gehts zum Belle Tout Lighthouse, das vor einigen Jahren verschoben werden musste, sonst wäre es wegen starker Erosion im Kanal baden gegangen. Weiter hinten erscheinen immer wieder die Seven Sisters und Seaford Head am Horizont und zeigen, was heute noch zu tun ist.

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Entlang der Strecke verkehrt neben den Sightseeingbussen auch die Brighton&Hove Linie 12 von Eastbourne nach Brighton, mit der man jederzeit abkürzen könnte. Natürlich aber auch einiges verpassen würde, wie z.B. das Birling Gap. Der National Trust unterhält hier ein Besucherzentrum und Café mit lokaler Küche. Das Birling Gap ist eine der am schnellst erodierenden Küstenabschnitte, schon in wenigen Jahrzehnten wird das Fischerdorf Geschichte sein.

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Weiter gehts, über die restlichen Sisters zum Cuckmere Haven, einem alten Naturhafen und heutigem Country Park.

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Hier gibt es die Möglichkeit, direkt vor den Sisters am Kanal zu sitzen und salzige Meerluft zu atmen.

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Flusseinwärts geht es im Cuckmere Valley vorbei an Schafen, Rindern und Ziegen weiter zum Besucherzentrum des Country Parks (und für Abkürzer: einer weiteren Bushaltestelle der Linie 12).

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Auf der anderen Seite der Cuckmere-Mündung geht es direkt an der Küstenlinie weiter,südlich am Seaford Head vorbei zu Seafords Esplanade. 25km gelaufen, alle Achtung, jetzt ein Käffchen.

Wem es bis jetzt noch nicht aufregend genug war oder eh noch nach London zurück muss, der fährt mit dem Bus oder mit dem Zug weiter nach Brighton um auf dessen Pier nach einer Achterbahn- oder Karussellfahrt (oder dem Brighton Wheel), leckeren Fish & Chippies und dem Erleichtern von Kleingeld in den Spielhallen den Tag in einem gemütlichen Restaurant oder Pub in Brightons Altstadt „The Lanes“ oder im Park vor Brightons Royal Pavilion ausklingen zu lassen. Von Brighton Station aus geht es mit dem Bus nach Eastbourne oder mit dem Zug nach London zurück.

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Glorreicher Tag. Well done. Pint of Bitter, please!

Walks

Flugzeug, Zug, U-Bahn, Straßenbahn, Seilbahn, Boot, Schiff, Katamaran, Fähre, Auto, Bus: Es gibt schon viele Transportmöglichkeiten auf den Inseln, aber nur mit einer erlebt man mehr und alles intensiver, als bei allen anderen: Your own feet!

Ich bin kein Wanderer, kein Kletterer. Und auch kein Backpacker. Aber um etwas erleben zu können, muss man raus, in die Ecken dieser Inseln, zu denen kein anderes Verkehrsmittel einen bringt. Entfernungen fühlen statt über sie hinweg zu rasen. Entschleunigung. Egal, ob im Hochland oder in der Metropole.

Deswegen will ich hier einige Strecken, ich nenne sie Walks, vorstellen. Ich kenne sie, auf einigen war ich oft. Einige mögen touristisch sein, andere einsam, die nächsten zu flach, zu steil, zu lang, zu kurz, egal. Aber eins sind sie nicht: Zu langweilig.

Prüft selbst, ob sie euch zusagen. Und falls nicht, dann lasst es sein und schickt bessere! 🙂